Die Geschichte der Achterbahnen ist länger als man denkt und wer einmal einen Artikel darüber gelesen hat wird sich wundern, wie viele Länder an der Entwicklung von Unterhaltungsbahnen direkt oder indirekt beteiligt waren. In der Einleitung zu diesem Blog habe ich schon erwähnt, dass in Spanien Achterbahnen „Russische Berge – montañas rusas“ genannt werden. Der Grund dafür liegt in der Geschichte der Bahnen. Die Geschichte berichtet, dass im 17. Jahrhundert in Russland künstliche Berglandschaften aus Holz mit Wasser besprengt wurden, damit auf ihnen Eis entstand. Anschließend konnten die Besucher dieser „russischen Berge“ sich auf ihnen hinab gleiten lassen. Je nachdem, wie komplex die künstlichen Berge angelegt waren, konnte dabei ein ganz schön rasanter Fahrspaß entstehen.

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In Frankreich wurden im 19. Jahrhundert Bahnen konstruiert, bei denen die Schlitten von Pferden gezogen wurden. Erst gab es Bahnen die, wie die in Russland, mit Eis funktionierten. Aufgrund der kurzen Winter wurden jedoch schnell Bahnen entwickelt, bei denen kein Eis notwendig war. Auch in Frankreich werden diese Bahnen übrigens schon immer als „Russische Berge“ bezeichnet. Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurden in Amerika die ersten Schienenbahnen gefertigt, zuerst im Einsatz in Mienen und zum Transport. Das spätere Prinzip von Stahlwagen, die auf Schienen einem festen Verlauf folgten, wurde hier etabliert. Schnell fand sich ein Publikum, das sich für die Bergabfahrt auf den Schienen begeisterte und mehr und mehr wurden Passagiere mitgenommen.