Das Zeichen heißt in Griechisch die "moutza". Die Beleidigung "moutza" ist die traditionellste und stärkste Geste der Beleidigung unter Griechen. Dabei werden alle Finger ausgestreckt und die Handfläche wird der zu beleidigenden Person entgegengehalten (als ob man "Stopp" sagen möchte). Noch schlimmer ist es, wenn man beide Hände benutzt, um die Geste zu verdoppeln und indem man eine Hand auf die andere schlägt - in Richtung des zu Beleidigenden. Je näher man die Hände dem Opfer nähert, umso stärker wird die Bedrohung empfunden. Die Geste bedeutet im Prinzip "Esse Scheiße!".
Die "moutza" bezieht sich auf eine alte Byzantinische Praxis von Dorfleuten um angekettete Kriminelle oder Kriegsgefangene, die vorgeführt wurden, zu demütigen. Das Gesicht der Gefangenen wurde mit Asche, Schmutz und/oder Fäkalien eingeschmiert. Asche wurde im Mittelalter in Griechenland "moutzos" genannt. Das Auftragen der Asche mit der Handfläche und gespreizten Fingern wurde zur Geste, die jetzt mit "moutza" bezeichnet wird.
Als die Griechen und Römer sich bekämpften und die Griechen Römer einfingen, wurde das Gesicht der Gefangenen mit Schlamm oder Fäkalien eingerieben.
Wie bei anderen altertümlichen Gesten so gibt es auch hier eine moderne zusätzlich zu der alten Bedeutung. Jeder Finger bedeutet eine sexuelle Handlung, die man an der Schwester des Opfers plant.