Reisen nach Kontinent / Asien

Jedermanns Alter schreitet zu Neujahr ein Jahr weiter.

Koreaner berechnen ihr Alter traditionsgemäß danach, wieviele Mondneujahre sie schon erlebt haben. Auf diese Weise hat jeder zu Jahresbeginn Geburtstag. Der Beginn des koreanischen Neujahrs heißt Solnal.

Zu diesem Fest wird eine spezielle Suppe gegessen, ttokkuk - eine Reiskuchensuppe. Manchmal sind Knödel darin, dann heißt die Suppe ttok-mandukuk. Man sagt, dass ein Mensch, der seine ttokkuk nicht isst, nicht älter wird. Daher bedeutet die Frage an Kinder: ‚Wieviele ttokkuk hast du gegessen?’ soviel wie ‚Wie alt bist du?’; und die Antwort darauf ist nicht ‚fünf Tassen’, sondern ‚Ich bin fünf Jahre alt.’

Wenn Knödel in der Suppe sind, dann musst du für jedes Lebensjahr einen Knödel essen. Das ist natürlich mit fünf Jahren wesentlich leichter zu bewerkstelligen als mit fünfzig!

Wie zum westlichen Neujahr, ist Solnal auch eine Zeit der Neuanfänge und Versöhnungen. Es ist Tradition, das Haus des ältesten lebenden Mannes der Familie zu besuchen und lebenden sowie toten Stammesältesten zu huldigen. Ein Reissieb aus Stroh wird an die Tür gehängt, um Glück zu bringen und böse Geister zu vertreiben.

Im Westen, wie auch in Korea, nehmen sich die Menschen oft Vorsätze für das neue Jahr vor. Am Neujahrstag, dem 1. Januar, hören sie auf zu rauchen, Alkohol zu trinken, oder versuchen auf sonstige Weise besser zu leben. Anders als in Korea jedoch wird es generell akzeptiert, dass die meisten ihre Vorsätze schon vor Ende des nächsten Monats aufgegeben haben. Manche behaupten, es sei zu schwierig, mitten im Winter große Lebensveränderungen in Angriff zu nehmen und man sollte es lieber später im Jahr angehen –  zum Beispiel zusammen mit den Asiaten zum Mondneujahr!